Geschichte der Stadt

Die Stadt Meerane verdankt seinen Namen und seine erste urkundliche Erwähnung dem böhmischen König Wladislaw II. Dieser stirbt 1174 nach einem sehr kurzen Aufenthalt, vier Monate, auf Burg Mare. Noch heute weist der Burgberg in der Innenstadt darauf hin, dass hier einmal eine Burg gestanden haben muss. Doch die Burg sucht man vergeblich. 1361 wurde Meerane als Oppidum de Mare bezeugt. 1405 nannte man Meerane Städtlein. Für die Siedlung, die rund um die sagenhafte Burg enstand, gab es in der Folgezeit verschiedene Namen: Mehir, Mherann oder auch Mera. 1853 legte man dann schließlich in einem Stadtbeschluss die endgültige Schreibweise, die noch heute gilt, fest, Meerane. Auch wenn man ein Meer, wie im Namen angedeutet, hier vergeblich sucht.

Das Meeraner Stadtwappen zeigt Neun Türme auf einer Stadtmauer, die vom Zeichen der Schönburger gekrönt sind. Heute findet man jedoch weder eine Stadtmauer, oder deren Überreste noch Türme in der Stadt. Dafür gibt es eine sagenhafte Geschichte über die Schönburger, von vor 1200 Jahren. Karl der Große hat einst Gefolgschaft einst nach einer erfolgreichen Schlacht mit einem Wappen auf dem Schild belohnt. Der Schönburger verweigerte diese Belohnung jedoch „bis er für ihn geblutet hat“. Dies kam, als Karls Schild bei einem Kampf zerbrach und der Schönburger ihm schwerverletzt sein eigenes Schild lieh. So konnte Karl der Große überleben. Dem Schönburger machte er jedoch zwei blutrote Streifen über dessen Schild und sagte, „dies sei von nun an dein Wappen“.
Fast 600 Jahre, bis 1878, hatte das Geschlecht der Schönburger, die Geschicke der Stadt Meerane in ihrer Hand.