Gewaltfreie Konfliktlösung an Schulen

April 13, 2012 · Posted in Allgemein 

Man kann Kinder erfolgreich darin schulen Konflikte gewaltfrei zu lösen. Dies zeigt das Projekt „Kids Coaching“, welches mit dem Vorsorgepreis in der Kategorie „private Initiative“ ausgezeichnet wurde. Projektleiterin Susanne Rieger erklärt, dass es das Ziel des Projektes sei, alle Kinder zu Coaches auszubilden, so dass sie Konflikte in der Schule und im Privatleben besser meistern können.

Das Angebot des Projekts ist speziell für die Zehn- bis 14-Jährigen. In diesem Alter hat man typische Konflikte wie Beschimpfungen, Streitereien über Gegenstände, Lästern und Mobbing, welches auch immer öfter im Internet ausgetragen wird. Oft gipfeln diese Auseinandersetzungen in Schlägereien, Drohungen, seelischen Verletzungen bis hin zum Schulwechsel.

In Deutschland ist das Projekt „Kids Coaching“ schon weit verbreitet und nun hält es auch in Österreich Einzug. Neu ist hier, dass auch Eltern, Lehrer und der Direktor mit ausgebildet werden. Somit arbeitet die Initiative auf mehreren Ebenen. Die Kinder erhalten eine Wochenstunde Training, zwölf Mal insgesamt, und auch Lehrer und Schulleiter erhalten ein Coaching. Die Klassenlehrer bindet man mit ein und diese übernehmen auch einen Teil des Coachings.

Der Schülerkurs im Bereich „Soziales Lernen“ befasst sich zunächst inhaltlich mit der Vereinbarung von Grundregeln. Dazu gehören gutes Zuhören, das Wiederholen der Aussagen von Mitschülern und das Ausredenlassen des Anderen. Danach vermittelt man Techniken wie Empathie und Perspektivenwechsel, damit man sich besser vorstellen kann wie der Gegenüber reagiert. Die Übungen zeigen wie man friedliche Konfliktlösung betreiben kann.

Das größte Problem des Projekts war die Finanzierung. Die Hälfte kam aus dem Fonds Gesundes Österreich, die andere Hälfte kam vom Land Niederösterreich, dem Elternverein der Schule sowie einem Wirtschaftspartner. Das Projekt führen Fachkräfte aus Pädagogik und Psychotherapie durch.

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