Informationen zum Schüler-BAföG

März 3, 2014 · Posted in Allgemein 

BAföG – Was ist das?

Das Schüler-BAföG (Bundes-Ausbildungs-förderungs-Gesetz) fördert junge Menschen, die ihre Schulausbildung und ihren Lebensunterhalt nicht, oder nur unzureichend, selbst finanzieren können. Zuständig für die Annahme des Antrags auf Förderung, sowie die Höhe der Förderung sind die bei den Kreis-und Stadtverwaltungen eingerichteten BAföG-Ämter. Für Schülerinnen und Schüler ist das jeweilige Amt für Ausbildungsförderung zuständig.

Wer kann gefördert werden?

Ab der 11. Klasse können Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe gefördert werden. Auch AbsolventInnen der Realschule können gefördert werden, sofern ein Nachweis über die Aufnahme in eine gymnasiale Oberstufe vorliegt. Mittlerweile können auch SchülerInnen gefördert werden, die eine mindestens zweijährige Fachoberschulklasse besuchen. SchülerInnen, die eine mindestens zweijährige Fachschulklasse besuchen, können nur dann Schüler-BAföG beziehen, wenn ihre Ausbildung entweder vollständig in der Europäischen Union, beziehungsweise in der Schweiz stattfindet, oder wenn ein Auslandsaufenthalt im Unterrichtsplan zwingend vorgeschrieben wird. SchülerInnen an Berufsfachschulen können Schüler-BAföG beantragen, wenn vor dem Besuch ihrer Schule keine Ausbildung abgeschlossen wurde und wenn der besuchte Bildungsgang innerhalb von mindestens zwei Jahren zu einem berufsqualifizierenden Abschluss führt.

Informationen zur Förderung:

Die Förderungsdauer bei SchülerInnen der gymnasialen Oberstufe und SchülerInnen in mindestens zweijährigen Fachoberschulklassen beträgt maximal ein Jahr. BerufsfachschülerInnen oder SchülerInnen in einer mindestens zwei Jahre dauernden Fachschulklasse können auch länger gefördert werden.
Schülerinnen und Schüler, die bereits BAföG beziehen, erhalten auch weiterhin Zuschüsse, sollten sie eine Stufe wiederholen müssen. Bei einer zweiten Wiederholung kann BAföG nur verlängert werden, wenn für das mangelnde Fortkommen eine überzeugende Begründung vorliegt. Beginn der Förderung ist der erste Monat ab dem die Ausbildung aufgenommen wird, frühestens jedoch von dem Monat an, in welchem dem Antrag auf Förderung stattgegeben wurde.
Bis auf Ausnahmen, wie Höhere Fachschulen und Akademien wird das Schüler-BAföG als Vollzuschuss geleistet.

Schüler-BAföG im Auslandsschuljahr:

Nachweise über ausreichende Sprachkenntnisse für den Abschluss eines Auslandsjahres sind nicht mehr erforderlich. Ausschließlich förderungsfähig ist ein mindestens zwölf Wochen dauerndes Pflichtpraktikum für BerufsfachschülerInnen und SchülerInnen in mindestens zweijährigen Fachschulklassen. Bei einem Auslandsschuljahr wird die Förderung vollständig als Zuschuss gewährt. Ausserdem wird neben dem Inlandsbedarf ein Zuschlag für anfallende Reisekosten errechnet.

Während des Auslandsschuljahres
muss der Schüler / die Schülerin eine Schule besuchen, die der gymnasialen Oberstufe, beziehungsweise der Fachoberschule im Imland gleichwertig ist. Das bedeutet, die Schule, die während des Auslandsaufenthaltes besucht wird, muss eine Ausbildung auf demselben Niveau anbieten und der Ausbildung im Inland förderlich sein. Ausserdem muss der Aufenthalt im Ausland zum Zwecke der Bildung mindestens sechs Monate betragen. Falls das Auslandsschuljahr im Rahmen einer vereinbarten Kooperation mit der besuchten Ausbildungsstelle stattfindet, muss dieses mindestens zwölf Wochen dauern. Desweiteren muss sich der ständige Wohnsitz des Schülers / der Schülerin in Deutschland befinden. SchülerInnen mit einem permanenten Wohnsitz im Ausland sind demnach vom BAföG-Bezug ausgeschlossen. Die Förderung ist während des Auslandsschuljahres maximal für ein Jahr möglich und eine weitere Verlängerung ist ausgeschlossen.

Entscheidende Faktoren für die Höhe des Schüler-BAföG:

Die Bedarfssätze des Schüler-BAföG richten sich nach der Schulart, beziehungsweise der Art der Ausbildung des Antragstellers. Desweiteren ist Schüler-BAföG eine elternabhängige Förderungsart. Schülerinnen und Schüler im Sinne des BAföG erhalten diese Förderung immer als Vollzuschuss. Das bedeutet, sie brauchen den Zuschuss nicht zurückzahlen, nachdem die Ausbildung abgeschlossen ist.

Kommt man als SchülerIn für BaföG infrage, bestimmt das zuständige Amt den Bedarf. Der Bedarf ist die Grundlage für die weitere Berechnung der Höhe des BAföG-Anspruchs. Ein entscheidender Parameter für die Höhe des Zuschusses ist das Einkommen der Eltern unter Berücksichtigung der Anzahl an Geschwistern eines Schülers / einer Schülerin. Ausserdem spielt der Wohnsitz eine wichtige Rolle. So wird auch betrachtet, ob ein Schüler / eine Schülerin noch bei den Eltern lebt, oder eine eigene Wohnung finanzieren muss. Weitere entscheidende Faktoren für die Höhe des BaföG sind das eigene Einkommen und das Vermögen der Antragstellerin / des Antragstellers. Wird neben der schulischen Ausbildung einer geringfügigen Beschäftigung (also einem „450 € Job“) nachgegangen, so wird dieser von dem zuständigen Amt mit der Höhe des BaföG-Zuschusses verrechnet. Das eigene Einkommen der Schülerin / des Schülers, die Ausbildungsart sowie die familiäre Situation sind also entscheidend für den individuellen Freibetrag.

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